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Podiumsdiskussion mit MdB Steffen Bilger , MdB Michael Hennrich, GF Klaus-Dieter Schanz von der Firma Beck Spedition + Logistik GmbH
Dienstag, 7. Mai 2013 19:30 Uhr






Was kostet uns der Verkehrskollaps?Podiumsdiskussion der MIT zum Thema "Verkehrsinfrastruktur der Region Stuttgart" bei der Spedition Beck in Filderstadt

Am 7. Mai 2013 veranstaltete der Kreisverband
Esslingen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU
Baden-Württemberg, Gebietsverband Filder, eine Podiumsdiskussion zum
Thema "Was kostet uns der Verkehrskollaps? Mangelhafte
Verkehrsinfrastruktur in der Region Stuttgart" bei der Beck Spedition +
Logistik in Filderstadt. Neben unserem Bundestagsabgeordneten Michael
Hennrich, der als Moderator fungierte, waren der geschäftsführende
Gesellschafter der Beck-Gruppe, Klaus-Dieter Schanz, und der
Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Ludwigsburg Steffen Bilger,
Mitglied des Bundestags-Verkehrsausschusses, auf dem Podium.

Nach
einer kurzen Vorstellung der Anwesenden und Einführung in das Thema,
zeigte der Vorsitzende des MIT Gebietsverbandes Filder Dr. Benckert die
Relevanz einer gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur in der Region
Stuttgart auf, welche insbesondere für die Berufstätigen, die Logistik
und die Industrie von großer Wichtigkeit ist. Anschließend stellte Herr
Schanz das Speditions-Unternehmen Beck vor. Er zeigte auf, dass für die
europaweit agierende Spedition Beck gut ausgebaute Straßenverkehrsnetze
unerlässlich sind. Jedoch werde es in dieser Sparte immer schwerer als
deutsche Firma wirtschaftlich zu arbeiten. Hier sei nur auf das
Sozialdumping osteuropäischer Länder und deren LKW-Fahrer hingewiesen.
Die LKW-Maut, die ab letzten Sommer auch für Bundesstraßen gelte und
somit gleich vor der Haustüre nötig sei, mache das Haushalten schwerer,
da man die Kosten nicht an den Kunden weitergeben kann, so Schanz
weiter. Ebenso stellten die Kosten für Treibstoff und Personal, wie auch
der Fernfahrermangel Herausforderungen im Alltag eines Spediteurs dar.
Wenn dann auf der Strecke noch ein Stau hinzukomme oder das Beladen
lange dauere, so werde die Schichtzeit der Fahrer knapp, um noch das
Ziel zu erreichen.

Nach diesem Einblick in die Arbeit der
Spedition Beck, erläuterte Herr Steffen Bilger seine Tätigkeit als
Bundestagsabgeordneter und insbesondere im Verkehrsausschuss. Als
ausgewiesener Fachmann im Bereich Verkehrsinfrastruktur lieferte er den
zahlreichen Besuchern einen umfassenden Überblick über Stand und
Probleme der Verkehrsplanungen für die nächsten Jahre in unserer Region
und wies mehrfach darauf hin, wie wichtig ihm die Verbesserung der
Verkehrsinfrastruktur in der Region im Hinblick auf die Erhaltung und
Stärkung der Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit ist. Dies wird er
in Berlin mit Nachdruck für das Land vertreten. Für ihn ist die
Verkehrsinfrastruktur eine Grundvoraussetzung für unseren Wohlstand,
weshalb es selbstverständlich unerlässlich sei, das vorhandene
Verkehrsnetz instand zu halten und durch Neubau weiter auszubauen. Dies
gilt sowohl für die Straße, als für Schiene z.B. Gäubahnausbau und
Wasser, z.B. Neckarausbau.

Im Bundesverkehrswegeplan werden die
Investitionen in Erhaltung und Neubau geplant. Aktuell wird der nächste
Plan vorbereitet, der dann in der 18. Wahlperiode des Bundestages
beschlossen und in den darauffolgenden zehn Jahren umgesetzt werden
soll. Die Landesregierung hat jetzt Listen mit Projekten vorgelegt, die
sie für Baden-Württemberg anmelden möchte. Wichtig sei es Druck
gegenüber der Landesregierung aufzubauen, damit die wirklich wichtigen
Straßenbauprojekte für Baden-Württemberg auch tatsächlich dem
Bundesverkehrsministerium gemeldet werden. Ministerpräsident Kretschmann
und Verkehrsminister Hermann hätten schließlich oft genug ihre negative
Einstellung zum Straßenbau deutlich gemacht. Ferner sei ein Ausbau des
öffentlichen Personennahverkehrs nötig, da die Mobilität der Bevölkerung
gesichert werden müsse. Neue Antriebe und Projekte, wie z.B. Car2Go
würden hier eine wichtige Rolle am Wirtschaftsstandort Stuttgart
spielen, so Bilger.

Leider tritt die Grün-Rote Landesregierung,
insbesondere aber der Verkehrsminister Herrmann mit Billigung des
Ministerpräsidenten hier ständig auf die Bremse. Es geht sogar soweit,
dass das Land den Beginn von finanzierten Bauvorhaben des Bundes
verzögert bzw. blockiert. Ein besonders negatives Beispiel der grünen
Ideologie ist die Blockade des verbesserten Flughafenbahnhofs auf den
Fildern, nachhaltige Verkehrsinfrastruktur für den öffentlichen
Nahverkehr ist das nicht. Bei unserer Hauptwasserstraße in der Region,
dem Neckar war es ebenso: Minister Herrmann war gegen den Ausbau bis
Stuttgart/Plochingen, obwohl die Binnenschifffahrt die
umweltfreundlichste Transportsystem für Massengüter ist.

Der
Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises Michael Hennrich moderierte
anschließend die Fragen an das Podium und das ausführliche Gespräch mit
dem Publikum. So gab es einen abendfüllenden, regen und fruchtbaren
Austausch zwischen Unternehmern, Politikern und Bürgern.

Die MIT
sagt allen Beteiligten einen herzlichen Dank für diese hervorragende
politische Veranstaltung und bedankt sich auch bei den interessierten
Gästen für ihr Kommen und die fruchtbare und rege Beteiligung an der
Diskussion.

H. Benckert
 25.5.2013

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